Breit gefächerter Liederreigen beim Kirchenkonzert-Fotos


Voll besetzt war die Sankt-Mauritius-Kirche in Zaberfeld beim abendlichen Konzert kürzlich am vergangenen Sonntag. Der Chor GetUp! des Gesangvereins Eintracht Zaberfeld und der Frauenchor Zaberfeld überzeugten die Besucher mit einem breitgefächerten Liederreigen. Einen Höhepunkt bildete der Auftritt von Solistin Patricia Wiggenhauser. Eindrucksvoll das gemeinsam und kraftvoll vorgetragene „Laudate omnes gentes“ von Jacques Berthier. Ursel Bopp, seit über zehn Jahren Dirigentin des Frauenchors, präsentierte mit ihren Damen einen Querschnitt aus dem Repertoire. Zum Beispiel „Non nobis Domine“ (William Byrd), das feinstimmige „Gloria, lobet den Herrn“ von Lorenz Maierhofer oder die moderne Vertonung des Psalm 23 (Gertrud Schmalenbach/Stefan Weyel). Neu einstudiert hat der Frauenchor „Gern treten wir vor Gott den Herrn“. Schwungvoll starteten die Frauen und Männer von GetUp! um Chorleiterin Kathrin Brumm mit dem afrikanischen Gospel „Siyahamba“ in ihren ersten Part. Gospelklänge aus Afrika füllten auch bei „Sana, Sananina“ die Mauritius-Kirche. Viel Gefühl lässt sich in Nessajas Lied von Peter Maffay und Rolf Zuckowski legen. Auch Paul Simons legendäres „Bridge over a troubled water“, in einem besonderen Arrangement und mit Kathrin Brumm am Klavier, empfanden die Gäste als Ohrenschmaus. Mit ungewöhnlicher Harmonik setzte das mystisch wirkende Scarborough Fair - eine traditionelle englische Weise - den Kontrapunkt. Sopranistin Patricia Wiggenhauser aus Zaberfeld-Ochsenburg hatte das Musical-Stück „You’ll never walk alone“ von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein ausgewählt. Klar und kraftvoll entfaltete sie ihre Stimme, die sie sicher bis in die höchsten Töne hinaufschweben ließ. Und es zeigte sich einmal mehr dass Wiggenhauser und Pianistin Brumm ein bestens eingespieltes Duo bilden. Mit „Lobet und preiset den Herrn der Welt“ (Pasquale Thibaut) ergriff der Frauenchor seinen zweiten Abschnitt. Schlicht und deshalb besonders eindrucksvoll erklang das „Vater unser“ mit dem Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen. Elegant wirkte das neu ins Programm aufgenommene „Mach mich würdig“. Den erhabenen Abschluss des Blocks bildete „Oh, Herr mein Gott, jetzt vor der Nacht“. Zwischendurch brachte Pfarrer Hartmut Kraft die Eindrücke des Publikums auf den Punkt: „Ich freue mich über die Vielfalt der geistlichen Lieder, die vorgetragen werden – aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen.“ Gefühl warf GetUp! bei Paul Simons „The Sound of Ssilence“ in die Waagschale. Seit eh und je geht natürlich auch „Hallelujah“ von Altmeister Leonard Cohen ins Ohr, eines der Lieblingslieder des GetUp-Ensambles. Die Kurve zur Kirche nahm die Eintracht Zaberfeld mit dem erhabenen „Komm und lobet den Herrn“ und mit dem von Kathrin Brumm arrangierten „Der Herr segne dich“. Beide Stücke wurden in den vergangenen Wochen eingeübt. Bei „Lobsinget Gott, dem Herrn“ entfalteten beide Chöre zum Abschluss gemeinsam ihre ganze Stimmkraft. Die Eintracht-Vorstandschaft um Angelika Keller und Gerold Schmitt bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Für Dirigentin Brumm und Solistin Wiggenhauser gab es Blumen, für Chorleiterin Bopp und Pfarrer Kraft je ein Fläschchen Rebensaft sowie für Mesnerin Bettina Drawe ein Merci. (EW)